Samstag, 21. Januar 2017

Das wird mein erster Quilt - das Muster jetzt doch ganz anders - Teil 2

Nach stundenlangem Hin- und Herschieben entscheide ich mich doch eher für eine einfache Musterlegung. Ich stelle mir eine Breite von ca. 150 cm und eine Länge von 200 cm vor.

1 Stoffstück aus dem Charm Pack hat 12,5 cm x 12,5 cm 

Erwünschte Breite des Quilts von 150 cm = 12 Quadrate in Reihe waagerecht
Erwünschte Länge des Quilts von 200 cm = 16 Quadrate in Reihe senkrecht

12 x 16 macht zusammen 192 Stoffquadrate 

Achtung: 

Abzug Nahtzugabe von 0,64 cm rings um jedes einzelne Stoffquadrat. Warum 0.64 cm?, weil ich eigentlich mit einem Inchlineal arbeite, und mit einem 1/4 Inch-Nähfuß nähe. 0,64 cm sind 1/4 Inch. Bleiben wir jetzt aber bei 0.64 cm, haben wir in der waagerechten Breite somit einen Verlust von 12 cm x 0,64 cm = 7,68 cm. Und in der Länge 200 cm x 0,64 cm = 10,24 cm. 

"Schatz?" "Ja?" "Das mit der Nahtzugabe verstehe ich nicht. Du nähst doch die Stoffquadrate einfach nur aneinander..." "Ja, und was siehst du dann?" "Oh, da steht ein Rand über... " "Das ist die Nahtzugabe, die ich einkalkulieren muss. Durch das Nähen geht was weg... sozusagen. Wenn ich zum Beispiel ein Stoffquadrat von exakt 5 cm x 5 cm brauche, messe ich 5,64 cm x 5,64 cm aus, nähe dann mit dem 1/4 Inch-Fuß, komme somit auf meine gewünschten 5 cm x 5 cm." "Das klingt aber kompliziert, warum nimmst'e nich 1/2 cm Nahtzugabe..." "Könnte ich auch machen, würde ich tun, wenn ich nicht mit dem 1/4 Inch-Fuß nähen würde..." 

Hier nun die abschließende Rechnung durch den Verlust der Nahtzugabe:  

Erwünschte Breite von 150 cm minus 7,68 cm macht 142,32 cm 
Erwünschte Breite von 200 cm minus 10,24 cm macht 189,78 cm 

Mit dieser sich dann ergebenden Breite kann ich leben. Ich werde später überlegen, ob ich eine Einfassung später mache, und ein Binding, dann käme ich doch auf meine gewünschten 150 cm x 200 cm. 

"Klingt alles ein bissi nach Anfänger, oder?" "Ja Schatz... bin ich ja auch... "

Da ich ja nun weiß, wie mein Muster aussehen soll, kann ich anfangen, die Reihen, die aus insgesamt 12 Stoffstücken bestehen, zusammenzunähen. Dafür nähe ich aber nicht Quadrat um Quadrat aneinander, sondern nehme jeweils 2 Quadrate, und nähe diese zusammen. Jetzt habe ich 6 x 2 Quadrate, diese nähe ich jetzt auch aneinander. Somit habe ich eine Reihe mit 12 Stoffquadraten aneinander genäht.  

Ich lege die Stoffquadrate vor dem Zusammennähen immer schön parat. 

Bild 1: Hier liegen 6 Reihen Stoffquadrate komplett. 




Bild 2: Ja.... dieser Stift rettet mir gerade das Leben. Ich versuche die ganze Zeit, die Stoffquadrate aneinander zu nähen, stecke mit Stecknadeln vorher ab, bzw. die Nähte aneinander. Bringt nur nichts... die obere Stoffseite rollt sich, bis sie lustig ist. Ergebnis? Alles krumm und schief. Ich versuche alles, bügele mit Bügelspray. Ergebnis? Dieser Stoff vergrößert sich in alle Richtungen. Da ist guter Rat teuer...

"Schatz?" "Ja" "Was klingst'n du so bissig?" "Ich ärgere mich..." "Wieso?" "Das krieg ich nich hin...." "Schatz?" "Ja?" "Da gibt's so'n Klebestift." "Ein Klebestift?" 

Sofort gegoogelt, der auf dem Bild zu sehende Stift ist von Sewline, heißt Sewline glue pen. Also Klebestift. Es gibt Anleitungen im Netz, einfach mal googeln. Wie mit einem breiten Malstift fährt man damit über die zusammen zu nähenden Nähte, presst sie dann aneinander... und näht. 




Bild 3: Hier kann man sehen, wie ich Nähgarn spare. Ich nähe 6 x 2 in Kette, weil ich ja 12 Stoffstücke pro Reihe brauche.  Also 2 Stücke aufeinander legen, mit dem Stift die zu nähende Naht bestreichen, zusammenpressen und nähen.Vorn am Anfang und Ende des Stoffquadrats verriegele ich (ist eigentlich nicht notwendig), bin ich am Ende angekommen, schiebe ich einfach das nächste, schon vorbereitete Stoffstück hinterher... ist die Kette fertig, schneide ich das Garn zwischen den Quadraten durch. 





Bild 4: Gerade voll in Aktion. Habe erst einmal 11 Stoffreihen aus jeweils 12 Stoffquadraten zusammengenäht, und dann diese Reihen alle aneinander genäht. Auch hier habe ich den Sewline glue pen benutzt, was mir sehr geholfen hat, die Nähte genau übereinander platzieren zu können. 




Bild 5: 11 Reihen fast geschafft, die untere Reihe ist noch nicht angenäht, die drei Reihen ganz oben sind schon gebügelt. 



Bild 6: Das Top ist fertig, das Foto hat nicht die beste Qualität, ich tausch das nochmal.




>>> Hier geht's zurück zum ersten Teil - Überlegungen zum Muster und Stoff

>>> Hier geht's zum dritten Teil - das Sandwich zusammenfügen

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